Dieses brandaktuelle Thema stand im Mittelpunkt der fünften Runde des PWG-Forums. Rund 30 Mitglieder der Schulgemeinschaft – Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte – kamen zusammen, um Themen rund um unser Schulleben zu diskutieren. Besonders erfreulich war die große Beteiligung von Seiten der Schülerinnen und Schüler, die zahlreich vertreten waren und rege mitdiskutierten.
Zehntklässler Henri Schmitt führte das Publikum als Moderator souverän durch den Abend. Beim nächsten Forum im Oktober/November wird dann turnusgemäß wieder ein Elternteil die Moderation übernehmen.
Wie es das Konzept des Forums vorsieht, begann das Programm mit einem Informationsteil, in dem nacheinander Schülersprecher Joris Trender, Schulelternsprecher René Trender sowie Schulleiter Andreas Brust kurz interessante Neuigkeiten mitteilten. Sodann wurde darüber abgestimmt, welches Thema in der Diskussionsrunde bearbeitet werden sollte. Vorgeschlagen wurden Fragen wie KI – Wozu noch lernen?; Die neue Pausenregelung – beibehalten oder ändern?; PWG-Handyregelung; PWG-Neubau – Was wünschen wir uns?; Mentale Gesundheit; Gendergerechtigkeit und gegenseitiger Respekt in der Schule. Die Anwesenden stimmten mehrheitlich für das Thema KI – Wozu noch lernen?
Die folgende Diskussion machte deutlich, wie weit verbreitet die Nutzung von KI auf bei den Schülerinnen und Schülern bereits ist. KI als Lerncoach zu nutzen, wurde als äußerst hilfreich und nützlich beschrieben, weil man individuell nachfragen kann und wirksame Unterstützung bekommt. Gleichzeitig zeigten besonders die jungen Diskutant/-innen aber auch ein kritisches Bewusstsein für die Gefahr von KI, wenn man ihr das ganze Denken überlässt und sich Hausaufgaben von ChatGPT oder Claude erledigen lässt. Daraus wurde die Frage abgeleitet, ob überhaupt noch Aufgaben bewertet und benotet werden sollten, die möglicherweise die KI erledigt hat. Hier sollte man das Bewertungssystem hinterfragen und überlegen, ob es sinnvoller wäre, den Prozess und nicht das Produkt zu benoten.
Von Elternseite wurde die Perspektive auf die Verwendung der iPads in den Unterstufenklassen erweitert. Zwar erkannte man die Notwendigkeit, Kinder mit dem Umgang mit digitalen Medien vertraut zu machen, als wichtige Aufgabe der Schule an. Den Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit den Medien zu vermitteln, liege jedoch in erster Linie in Elternhand. Die Lehrkräfte hätten vorrangig einen Bildungsauftrag, nicht einen Erziehungsauftrag. Da die iPads aber in der Schule ausgegeben würden, bleibe ein Teil dieser Verantwortung in der Schule. Um auch die Eltern in diesen Prozess einzubinden, wurde die Idee von Elternseminaren zur Medienkompetenz vorgeschlagen.
Die Diskussion beschränkte sich nicht nur auf den Umgang mit digitalen Medien, sondern griff auch allgemeinere pädagogische Aspekte auf. So bedauerten die Eltern, dass Kompetenzen, die die Kinder in der Grundschule beim selbstorganisierten Lernen ganz selbstverständlich verinnerlicht hätten, am Gymnasium oft nur eine untergeordnete Rolle spielten. Hier wünschte man sich mehr Offenheit für neue Lernformen und mehr Flexibilität im Schulalltag.
Zum Abschluss der Veranstaltung wurde für den Vorschlag abgestimmt, das Medienkonzept zur Einführung der Tabletnutzung in der Unterstufe zu überarbeiten und zu ergänzen, in einer Weise, die nicht nur die Kinder, sondern auch ihre Eltern einbindet. Der Vorschlag, das Medienkonzept für die Einführungsphase neu zu konzipieren, wird nun zur weiteren Bearbeitung und Konkretisierung in die Gremien der schulischen Mitbestimmung gegeben.
Schulleiter Andreas Brust informierte am Schluss noch über den Antrag des vorangegangenen vierten Forums, in dem es um ein flexibles Doppelstundenmodell gegangen war. Die Gremien hätten diese Idee inzwischen an die Fachschaften weitergeleitet, die nun ihre Vorstellungen und Wünsche in Bezug auf Doppelstunden konnten. Ziel des Antrags war, die Vorteile von Doppelstunden auszunutzen, aber gleichzeitig flexibel auf individuelle Bedürfnisse der einzelnen Fächer reagieren zu können.
Das nächste PWG-Forum findet turnusgemäß im Herbst (Oktober/ November) statt.
Text: Katja Schmitt

