Rückblick Februar: Helena Ludwig und Felix Thewes gewinnen Schulfinale „Jugend debattiert“

„Sollen Schülerinnen und Schüler ihre Schule selbst putzen?“ So lautete die Streitfrage, über die sich die Debattanten im diesjährigen Schulfinale des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ argumentativ austauschen sollten. Per Los wurde Helena Ludwig und Felix Thewes, beide 8bbl, die Pro-Seite zugewiesen, während sich Hannes Ginsbach und Leon Kern, beide 8dn, gegen eine Putzpflicht in der Schule aussprechen sollten.

Während der Debatte wurde deutlich, dass es tatsächlich viele gute Gründe dafür gibt, Schülerinnen und Schüler beim Sauberhalten ihrer Schule stärker einzuspannen. Und so wurde es für die Debattengegner schwer, dagegenzuhalten. Aber beiden Seiten gelang es, die Thematik aus ganz verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, was deutlich machte, dass es einfache Antworten nicht gibt.

Nach ihrem Sieg im Schulfinale stand für Helena und Felix als Nächstes der Regionalwettbewerb an, der am 26. Februar 2026 am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Dillingen ausgetragen wurde. Dort stellten sie sich den Schulsiegern des Hochwald Gymnasiums Wadern, der Graf-Anton-Gemeinschaftsschule Wadern, des Gymnasiums am Stefansberg Merzig, der Sophie-Scholl-Gemeinschaftsschule Dillingen sowie des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Dillingen. In der ersten Qualifikationsrunde ging es um die Frage, ob Haustierhalter zum Abschluss einer Tierkrankenversicherung verpflichtet werden sollten, in der zweiten Runde stand zur Debatte, ob eine insektenfreundliche Gestaltung für Privatgärten vorgeschrieben werden sollte.

Helena und Felix zeigten sich gut vorbereitet und konnten ihre Positionen überzeugend vertreten. Für Felix ging es sogar noch eine Runde weiter, da er sich für das Finale qualifizierte. Hier wurde debattiert, ob an öffentlichen Plätzen kostenloses W-LAN bereitgestellt werden soll. In einer denkbar knappen Entscheidung konnten sich die Debattanten des ASG und der Graf-Anton-Schule durchsetzen. Im Wettbewerb SEK II beteiligte sich Emma Dessouroux (Stufe 11) mit der Debattenfrage, ob „kaufe-jetzt-zahle-später“-Bezahlmodelle bei Online-Käufen verboten werden sollen. Die PWG-Debattanten wurden von einigen mitgereisten Schlachtenbummlern der AG Jugend debattiert unterstützt.

Am Wettbewerb „Jugend debattiert“ nehmen deutschlandweit jedes Jahr über 200.000 Schülerinnen und Schüler teil. Ziel ist es, Schlüsselkompetenzen für eine lebendige Demokratie einzuüben, indem die Teilnehmenden Themen kritisch ergründen, Sachkenntnis erwerben, Argumente entwickeln, zuhören und respektvoll miteinander debattieren lernen. Dabei geht es nicht darum, seine eigene Meinung zu vertreten, denn in der Debatte werden die Positionen zugelost und man muss möglicherweise gegen seine eigentliche Haltung argumentieren. Genau dadurch entsteht aber das kritische Denken, das den Blick auch auf Positionen jenseits der eigenen Denkmuster richtet.

Als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist die Demokratieförderung und Debattenkultur ein wichtiger Baustein am Peter-Wust-Gymnasium. Schülerinnen und Schüler können entweder im Rahmen des Unterrichts oder in der AG am Wettbewerb „Jugend debattiert“ teilnehmen.

Faire Streitgespräche: Teilnehmende beim Schulfinale

Foto: S. Kreutzer-Jacob/ PWG

Bericht: Katja Schmitt