Peter-Wust-Gymnasium Merzig als ,,MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet.
Merzig. Die mint-farbenen Fenster und Türen im Gebäude des Peter-Wust-Gymnasium künden es schon seit langer Zeit: Das PWG ist MINT!. Seit Dienstag ist das Merziger Gymnasium jetzt offiziell eine von sechs ,,MINT-freundlichen‘‘ Schulen im Saarland.
Mit der Auszeichnung würdigt die Initiative ,,MINT Zukunft schaffen‘‘ das außergewöhnliche Engagement der Schule in den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Schulleiterin Gabriele Hewer nahm die Auszeichnung am Dienstag in Saarbrücken aus den Händen von Staatssekretärin Andrea Becker entgegen. ,,Wir sind MINT!“, freute sich die Schulleiterin des Merziger Gymnasiums über die erfolgreiche Bewerbung. Für die Schulleiterin ist die Auszeichnung eine Bestätigung der langjährigen erfolgreichen Arbeit in den naturwissenschaftlichen Fächern. Zugleich sieht die Mathematik- und Physiklehrerin aber auch die Aufgabe darin, in den kommenden Jahren die Anstrengungen für einen qualitativ hochwertige Ausbildung der Schülerinnen und Schülern in den MINT-Fächern fortzusetzen.
Bundesweite Partner der Initiative „MINT Zukunft schaffen“ – zeichnen überwiegend in Abstimmung oder gemeinsam mit den Landesarbeitgebervereinigungen und den Bildungswerken der Wirtschaft – Schulen, die einen MINT-Schwerpunkt setzen, als „MINT-freundliche Schulen“ aus. Die Schulen werden auf Basis eines standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen einheitlichen Auszeichnungsprozess. Die Auszeichnung steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz.
„Wir möchten “MINT-freundlichen Schulen“ für ihr außerordentliches Engagement hohe Anerkennung und Aufmerksamkeit zukommen lassen und sie für den Weg hin zu einer MINT-exzellenten Schule motivieren!,“ sagt Thomas Sattelberger, Vorstandsvorsitzender der Initiative und vormals Personalvorstand der Deutschen Telekom AG. „“MINT-freundliche Schulen“ sind ein weiterer wichtiger Baustein, um langfristig MINT-Knowhow für den Standort Deutschland verfügbar zu machen – und damit unseren Wohlstand dauerhaft zu sichern. Die Auszeichnung soll möglichst allen Schulen ein Ansporn sein, aktives MINT-Engagement zu zeigen.“
„Wir freuen uns, während unserer Jahrestagung hier in Saarbrücken auch die ersten MINT-freundlichen Schulen des Saarlandes auszeichnen zu können“, sagt Christian Bär, Präsident der Deutschen Mathematiker-Vereingung (DMV). Im Rahmen der Jahrestagung der DMV fand die Auszeichnung der MINT-freundlichen Schulen „Tag des Mathematikunterrichts“.
Alle MINT-freundlichen Schulen erfüllen einen einheitlichen Standardkriterienkatalog zu dem u.a. folgende Kriterien gehören:
- Die Schule bietet mindestens einen 3-er Fächerkanon in den MINT-Fächern ausdrücklich an.
- Die Schule verpflichtet sich zur Teilnahme an MINT-Wettbewerben und bindet Eltern in die Informationsveranstaltungen zur MINT-Berufswahl ein.
- Es wird besonderes Augenmerk darauf gerichtet, gezielt Mädchen für MINT-Fächer zu begeistern.
- Es gibt eine lokale oder überregionale Vernetzung mit Partnern aus der Wirtschaft (auch Handwerk), um insbesondere verstärkt MINT-Praktika anbieten zu können und außerschulische Lernorte kennen zu lernen..
Insgesamt sind es 14 Kriterien, die eine „MINT-freundliche Schule“ erfüllen muss, die Auszeichnung erhält sie für drei Jahre.
Alles zum Auszeichnungsprozess, das Online-Bewerbungstool und Termine finden sich im „MINT Zukunft schaffen“ –Webportal: http://www.mintzukunftschaffen.de/schulen.html
Die Initiative „MINT Zukunft schaffen“ steht für alle Initiativen und Aktivitäten der Unternehmen und ihrer Partner, um vermehrt Fachkräfte mit Qualifikationen in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu gewinnen. Die im Mai 2008 gegründete Initiative unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel bietet den zahlreichen seit vielen Jahren erfolgreich wirkenden MINT-Einzelinitiativen eine gemeinsame Plattform, um Veränderungen in der MINT-Wahrnehmung in einer breiten Öffentlichkeit zu bewirken, junge Menschen für MINT zu begeistern und politischen Forderungen entscheidenden Nachdruck zu verleihen.