Erlebnisreiche Tage in Merzig und Umgebung

43 Gastschüler vom ‘Collège Jean Monnet’ aus Saint-Jorioz (Hochsavoyen) besuchen eine Woche lang  ihre Korrespondenten des Peter-Wust-Gymnasiums Merzig.

Ein völlig verregneter Mittwoch verhieß nichts Gutes. Als aber am darauffolgenden Donnerstag die französischen Gäste in einem Reisebus gegen 17:00 Uhr an der Stadthalle vorfuhren, hellten sich die Gesichter der Wartenden und der Himmel auf. Schnell hatten Betreuer, Eltern und Partnerschüler zueinander gefunden: eine abwechslungsreiche Woche nahm ihren Lauf, es sollte während der folgenden Tage mild und meist trocken bleiben.
Schon bei der Begrüßung am Freitagmorgen  überreichte die Schulleiterin Frau Gabriele Hewer  im Namen der Schulgemeinschaft der Deutschlehrerin Frau Catherine Métral und ihrer ständigen Begleiterin Pascale Algeier als Dank für ihre Verdienste Geschenke . Frau Métral hat aufgrund ihrer Pensionierung Ende nächsten Jahres ein letztes Mal eine Schülergruppe nach Merzig begleitet. Ohne ihr Engagement hätte dieser schon 11 Jahre andauernde Austausch nicht so erfolgreich durchgeführt werden können,

Die französischen Schüler machten an diesem Morgen zunächst Bekanntschaft mit der Schule, hatten Gelegenheit, an einer Unterrichtsstunde teilzunehmen. Anschließend bereitete eine Stadtrallye durch Merzig viel Vergnügen. Alle gaben die ausgefüllten Fragebogen ab. Die Zeit reichte auch für den Erwerb kleiner Andenken.
Das Wochenende spielte sich ‘en famille’ ab: Eltern und Partner unternahmen Ausflüge in die schöne Umgebung des ‘pays des trois frontières’, besuchten Freunde und Verwandte. Es muss alles harmonisch verlaufen sein, denn als die Schüler am Montagmorgen wieder am PWG eintrafen, war die Freude groß - niemand klagte über Heimweh, viele erzählten begeistert über ihre Erlebnisse.
An diesem Tag führten Catherine Métral aus Annecy und Gerhard Croon die Schüler in französischer Sprache durch Trier, von der Porta Nigra zum Markt, über Dom und die Konstantinbasilika und das kufürstliche Palais bis zu den Thermen und wieder zurück zum Markt. Für einen Stadtbummel, Mittagessen und kleine Einkäufe blieb genug Zeit. Wie jeden Nachmittag widmete sich danach die Gastfamilie ihren französischen Gästen und gestalteten ihren Aufenthalt so unterhaltsam wie möglich.
Am Dienstag ging es wieder per Bahn nach Völklingen zur Ägypten-Ausstellung ins Kulturerbe der Völklinger Hütte. Die Größe der Anlage beeindruckte, aber mehr noch die einzigartigen Exponate. Aufmerksam folgten die französischen Schüler den Ausführungen eines sympathischen Franzosen. Dabei stellten sie durch kluge Fragen und Antworten ihre in der Schule gelernte Kenntnisse unter Beweis.
Am Mittwoch - es sollte der längste Tag werden - nahmen alle deutschen und französischen Austauschpartner, 83 an der Zahl, an einer gemeinsamen Busfahrt nach Pirmasens ins Dynamikum teil. Drei Stunden lang experimentierten sie an den vielfältigen Versuchsanordnungen in Physik und Technik, Langeweile konnte nicht aufkommen. Ein anschließender zweistündiger Aufenthalt in Saarlouis wurde zu Einkäufen, Bummeln und Eisessen genutzt. Die Franzosen erfreuten sich an einer eher ungewohnten Freiheit, die sie im eigenen Land weniger gewohnt sind.
Anschließend feierten alle im Jugendhaus zu Merzig von 18:00 bis 21:00 Uhr die Abschlußparty, ‘la boum’. Bei Musik, Tanz und viel Bewegung außerhalb der Räume hatte alle ihr Vergnügen. Die Gasteltern hatten ein lukullisches Buffet vorbereitet: es fand lebhaften Zuspruch, da für jeden Geschmack und Durst gesorgt war.
Der letzte Tag hatte zwei besondere Erlebniswelten Merzigs zu bieten: das Wolfsgehege und den Garten der Sinne. Die Wölfe präsentierten sich äußerst anschaulich, Fotoapparate und Handys klickten unaufhörlich. Frau Freund gab Gelegenheit, Postkarten, Anhänger zu erwerben. Zu Fuß ging es ohne Beschwerden bei leichtem Nieselregen zum Garten der Sinne. Von der Kreuzbergkapelle hatten die Kinder den einprägsamen Panoramablick auf Merzig. Auch die Führung durch den schönen Garten wird in Erinnerung bleiben. Der Abstieg über das ‘Zappelpädchen’ zurück beanspruchte nochmals die Beine.
Wieder in der Obhut der Familien packten die Gäste ihre Koffer. Sie waren wesentlich gewichtiger als bei der Ankunft.
Am Freitagmorgen hatte es nach heftigen Regengüssen rechtzeitig zum Abschied zu regnen aufgehört. Herzliche Umarmungen zeugten vom guten Einverständnis: so harmonisch wie der Austausch begonnen hatte, endete er auch. Gerhard Croon, Renate Schähle und Gerhard Vetter sagten Catherine Métral, Pascale Algeier und Grégory Abeza ‘au revoir et à la prochaine’.

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