Erlebnisreiche Tage in Saint-Jorioz

Austausch Peter-Wust-Gymnasium - Collège Jean-Monnet (Saint-Jorioz, Hochsavoyen) vom 07.10. - 15.10.2013

Schüler des Peter-Wust-Gymnasiums besuchen ihre Korrespondenten in Hochsavoyen

„Diese Woche war eine sehr gute und neue Erfahrung für mich ... Anfangs fiel mir das Französisch-sprechen etwas schwer ... doch im Lauf der Woche fiel es mir von Tag zu Tag leichter ... Ich habe die Sprache, die Kultur, das Essen, das Land näher kennen gelernt ...“
„Besonders schön fand ich die Gegend. Das Haus war auch total schön, und mit meiner Austauschpartnerin bin ich super klargekommen ... Das einzige, wo ich mich dran gewöhnen musste, war, dass die Leute hier mehr und abends warm essen ...“. So lautete das Urteil von Teilnehmern, dem ähnliche hinzuzufügen wären.

Am Montag, dem 7.10., fuhr der Bus um 7.40 Uhr endlich los, nachdem jeder seinen Platz gefunden  hatte, der Abschied von den Eltern geglückt war. Pausen unterbrachen die zügige Fahrt, bevor von 14:00 - 15:00 Uhr in „La Gruyère“ die schönste Rast in herrlicher Schweizer Landschaft den Kindern ausreichend Ess- und Bewegungsmöglichkeiten bot.
Die Autobahn führte uns rasch weiter, bis wir um 17:20 Uhr - die Kinder waren kaum noch zu halten - am „Collège Jean-Monnet“ in Saint-Jorioz ausrollten. Aufgeregte Franzosen nahmen uns freudig in Empfang. Schnell hatte ein jeder seinen Partner und deren Eltern gefunden - die bange Erwartung hatte sich gelöst - der erste Tag klang aus, das „Abenteuer“ konnte beginnen.



Vom Wetter waren wir nicht begünstigt und so war auch am folgenden Tag im Kletterwald von Talloires in 1100 Meter Höhe die herrliche Aussicht auf den Lac d’Annecy vernebelt. Dennoch hatten alle ihren Spaß. Am Nachmittag blieb Zeit, in der „vieille Ville“ Annecys zu bummeln, erste kleine Einkäufe zu machen.
Am Mittwoch, dem 9. 10., wartete ab 10:15 Uhr eine Käserei in herrlicher Berglandschaft, die „Coopérative in Thônes“, auf unseren Besuch. Ein Film zeigte die Herstellung regionaler Käsespezialitäten „Reblochon“ und „Tomme“, großzügig angebotene Häppchen regten die Kinder dazu an, die Käsesorten beim Erzeuger zu kaufen. Die Attraktion war ein Automat, wo sich nahezu  alle mit mindestens einem Liter wohlschmeckender Frischmilch versorgten. Allein der Vorgang: für 20 Cent eine Flasche ziehen, dann die Milch selbst abfüllen, wurde zum Erlebnis und regte auch die Begleiter zur Nachahmung an. Der für Franzosen schulfreie Nachmittag wurde häufig für vielfältige sportliche Aktivitäten wie Rudern im See oder verschiedenartige Ballspiele genutzt.
Am nächsten Morgen nahmen die Schüler, in Gruppen aufgeteilt, am französischen Unterricht teil, anschließend kosteten sie gemeinsam das Mittagessen in der Schulkantine, wie es alle französischen Schüler während der Schulzeit tun.
Nur 2 Kilometer entfernt erlebten sie nachmittags in der „Glockengießerei Paccard“ hautnah den Guss zweier Glocken, lauschten anschließend den von der Juniorchefin vorgetragen  Liedern. Der Gesang wurde harmonisch von einem Glockenspiel begleitet. Eine Ausstellung führte anschaulich die 200-jährige Geschichte der Firma vor Augen.
Die für Freitag vorgesehene Bergwanderung am „Grand Chinaillon“ fiel leider Nebel und Schnee zum Opfer. Der alternative Besuch von „Chambéry“ entschädigte nicht vollauf. Aber es regnete nicht, und so konnten die Schüler, auf Dreiergruppen verteilt, die schöne Altstadt erkunden. Eine sachkundige Führung machte interessierte Zuhörer mit den engen Gassen und der besonderen Bauweise mittelalterlicher „hôtels“ vertraut. Ein weiterer Tag war wie im Flug vergangen.
Das Wochenende war den Gastfamilien vorbehalten: in ihrer Obhut erlebten die Schüler zusammen mit ihren Partnern ein reichhaltiges Programm - die Schönheit der „Haute-Savoie“ und Spezialitäten der savoyardischen Küche werden in Erinnerung bleiben. Die Resonanz war fast ausnahmslos positiv.
Den krönenden Abschluss bildete eine abschließende Fahrt nach „Lyon“. Hier konnten die Schüler bei einer deutschsprachigen Führung die „Traboules“ (Durchgänge durch Wohnhäuser) entdecken und durchwandern, die sie schon in ihrem FranzösischbuchinTexten zu Lyon kennen gelernt hatten. Besonders interessant fanden einige deren besonderer Nutzen im 2.Weltkrieg, als Widerstandskämpfer sich in diesen geheimen Gängen im 2. Weltkrieg vor den Nazi-Besatzern retten konnten. Wer den Zwang bei dieser leider vom Regen verwässerten Führung zuzuhören als unangenehm empfand, wurde im Anschluss daran durch eine mehr als 2-stündige Zeit zur freien Verfügung in Gruppen im Geschäftszentrum von Lyon entschädigt..
Am Dienstagmorgen schwankte die Stimmung zwischen Abschied und Freude, wieder nach Hause zu fahren. Eine herzliche Atmosphäre tröstete über „au revoir“ und „Auf Wiedersehen“ hinweg. Nach einer problemlosen Fahrt waren alle um 17:30 Uhr - die Eltern warteten schon an der Stadthalle - wieder „daheim“.
Abschließende Stimmen von Schülern bestätigen, wie wertvoll ein solcher Austausch für die Aus-bildung junger Menschen ist - und das nicht nur im Jahr des 50-jährigen Jubiläums des Éliyséevertrags:
„Am Ende des Austausches war ich traurig, wieder zu gehen; ich wäre noch eine oder zwei Wochen geblieben.“
„Wenn wieder eine Reise in Saint-Jorioz anstehen würde, wäre ich jederzeit bereit wieder mitzufahren. Ich freue mich schon, wenn die Franzosen nächstes Jahr zu uns kommen und danke jedem nochmal, der diese tolle Woche organisiert hat!!!“

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