Schifoan macht Spaß - 1. Schulskikurs am PWG war ein voller Erfolg

Nach mehrjähriger Vorbereitung fiel im Februar der Startschuss zum ersten Schulskikurs am PWG. Mit insgesamt fünf 7er-Klassen (114 Schüler/innen) machte sich ein Team mit elf PWG-Lehrkräften in drei Bussen auf den Weg ins Allgäu. Nach der Rückkehr von dem einwöchigen Skikurs waren sich die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler und die betreuenden Lehrkräfte einig in ihrer Bewertung: Das hat riesig Spaß gemacht! Das Unternehmen war ein voller Erfolg und die Verantwortlichen freuen sich nach der Feuerprobe 2017 auf die Wiederauflage des Schulskikurses im nächsten Jahr.

Für das Lehrkräfteteam berichten Rebecca Leipziger und Dominik Schmidt:

Am Samstagmorgen des 18. Februars machten wir uns um 7 Uhr vor der Stadthalle in Merzig bereit zur Abfahrt nach Niedersonthofen im Allgäu. Nachdem alle Koffer und Ski letztendlich verladen waren, konnte die Fahrt pünktlich beginnen. Noch ein letztes Mal den Eltern zuwinken und schon waren wir auf der Autobahn Richtung Süden. Die Vorfreude unter allen war greifbar, denn einige Schüler/innen waren noch nie in einer solch tollen Gegend wie dem Allgäu. Bei unserer Ankunft erwarteten uns hier eine herrliche Bergkulisse mit schneebedeckten Gipfeln, klare, frische Bergluft, strahlend blauer Himmel und Sonnenschein bei frühlingshaften Temperaturen. Als wir dann die Serpentinen zur Unterkunft hochfuhren - was übrigens eine große Herausforderung für die Busfahrer war - kamen wir nicht mehr aus dem Staunen heraus, denn den letzten Teil der Strecke mussten die Busfahrer im Rückwärtsgang bewältigen. Die Augen der gesamten Besatzung begannen zu leuchten, als wir endlich an den beiden „Eventhäusern“ von Detlef Kleiter ankamen. Jetzt blieb nur noch die spannende Frage zu klären, wie die Zimmer aussehen und mit wem man in einem Raum landet.

Die beiden schülergerechten Häuser bieten optimale Bedingungen für einen erfolgreichen Aufenthalt. Der alpine Charme der Häuser durch rustikale Holzverkleidung und die relativ offen gehaltenen Aufenthaltsräume bieten jede Menge Möglichkeiten zum Chillen und Erholen nach dem Skifahren. Auch die Tischtennisplatten erfreuten sich größter Beliebtheit bei den Schülern/innen und wurden regelmäßig zu Wettkämpfen untereinander genutzt. Teilweise wurden die Zimmer mit bis zu 10 Personen belegt, sodass man gut überlegen musste, wo man die eigenen Sachen deponiert, damit am Ende nicht die große Suche und das Chaos ausbricht. Unsere Schüler/innen haben diese Herausforderung nach kleineren Anfangsschwierigkeiten mit Bravour gemeistert und der Abschied fiel den meisten am Ende der Woche sichtbar schwer. Im Wettbewerb um das sauberste Zimmer übertrafen sich die Schüler letztlich gegenseitig und es wurde auch vor dem ein oder anderen „Bestechungsversuch“ in Form von Süßigkeiten nicht zurückgeschreckt.

Nachdem die ersten Informationen zu den Regeln im Haus an die Schüler/innen vom „Hausvater“ vermittelt wurden und die Zimmer verteilt waren, standen alle Skianfänger noch am Ankunftstag auf dem hauseigenen Skihang, um das neue Material kennenzulernen. Selbst die Abenddämmerung und das anstehende Abendessen brachten einige sehr ambitionierte Anfänger nicht davon ab, die neuen Eindrücke bis zur letzten Minute auszukosten.

In den nächsten Tagen eroberten bestens gelaunte Schüler/innen die Skigebiete. Dabei war das Skigebiet in Jungholz (Österreich) unsere erste Wahl. Dort konnte man als Könner auf anspruchsvollen oder als Anfänger auf den leichteren Pisten zum Fahren und Üben angeleitet werden, immer in Begleitung unseres Skilehrerteams. Lediglich am zweiten Tag trennten wir die fortgeschrittenen Gruppen auch räumlich von den Anfängern, damit sich diese am Oberjoch in einem weiteren Skigebiet beweisen konnten.

Wir Skilehrer waren uns alle darüber einig, dass Motivation und Lernerfolg in diesem ersten Schulskikurs eigentlich nicht mehr zu steigern sind. Denn selbst als am dritten Skitag die Pisten durch einen kurzen Wetterumschwung und starke Regenfälle so aufgeweicht waren, dass man beim Fahren eher an Wasserski erinnert wurde und die Schüler/innen ihre Kleidung während der Mittagspause auf der Hütte zum Trocknen aufhängen mussten, wollten vielen Schüler/innen die Fahrt auf den Pisten trotzdem fortsetzen. Sie hatten unglaublichen Spaß ihre neu erworbenen Kenntnisse umzusetzen und zu trainieren, so dass sie die feuchtkalte Fahrt in den Sesselliften, die ihnen vor jeder Abfahrt bevorstand, immer wieder in Kauf nahmen. Am nächsten Tag gab es zum Glück einen Wechsel und die Sonne kehrte ins Allgäu zurück. Ein großes Skihighlight unserer Fahrt stand bevor. Wir fuhren an diesem Tag zum Skigebiet Fellhorn-Kanzelwand. Die Gondelfahrt zum 2058 m hohen Gipfel belohnte mit einem unvergesslichen Panorama über das österreichische Kleinwalsertal und das bayrische Birgsautal. Da die Sonne wieder strahlte, lehrte uns Kollege Schmitz gemeinsam mit allen Schüler/innen den „Sonnengruß“, damit das Wetter auch für die kommenden Tage so bleiben sollte. Mit fast 114 Schüler/innen auf einer Aussichtsplattform, in voller Skibekleidung samt Skischuhen einen Kniefall vor der Sonne zu begehen und sich anschließend aufzuwärmen, war auch für alle anderen Besucher sehenswert.

Am Donnerstag stand schließlich das große Abschlussrennen auf dem Programm, dem alle Schüler/innen kräftig entgegen fieberten. Ausgestattet mit Walkie-Talkies, gelang es dem Lehrerteam einen reibungslosen Ablauf des Rennens zu gewährleisten und alle 114 Schüler/innen innerhalb eines Vormittags auf die Rennstrecke zu schicken. Dabei war es für alle Anwesenden ein unglaublich tolles Gefühl zu sehen, dass alle Schüler/innen am Rennen teilnahmen und den Parcours bewältigten. So manch einer hätte sich das selbst am Anfang der Woche nicht zugetraut und kam mit leuchtenden Augen und ohne Sturz durch das Ziel gefahren, völlig überrascht von seiner eigenen Leistung. Das erste Skirennen des PWG (und damit eine historische Leistung) gewann Anna Becker aus der Klasse 7b. Sie verwies Sophie Reinert (Klasse 7a) und Maxime Holletschek (Klasse 7c) auf die Plätze zwei und drei.

Nachdem wir nachmittags meist zwischen 16 und 17 Uhr wieder in der Unterkunft ankamen, konnten einige Schüler/innen die tägliche „Handyausgabe“ kaum mehr erwarten, um ihren Eltern von den tollen Erlebnissen berichten zu können. Nach ein paar Tagen wurde von diesem Angebot aber immer spärlicher Gebrauch gemacht, mit teilweise ganz unterschiedlichen Begründungen („Der Akku ist eh leer.“, „Hab mich schon gestern gemeldet.“, „Will lieber Tischtennis spielen.“ etc.).

Auch an den Abenden konnte aufgrund eines vielfältigen Programms keine Langeweile aufkommen. So präsentierten die Schüler selbst ausgedachte Sketche oder wussten bei Modeschauen oder Herzblatt ihre Mitschüler/innen gekonnt zu begeistern. Besonders gute Stimmung herrschte beim Spiel „Schlag den Lehrer“, als es darum ging die Lehrer in einzelnen Disziplinen zu bezwingen. Den krönenden Abschluss bildete der „bunte Abend“ am Donnerstag, der mit der traditionellen Skitaufe durch die „Skigötter“ einen gebührenden Abschluss fand. Danach feierten Schüler und Lehrer gemeinsam eine für alle unvergessliche Woche.

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Sonnengebräunt und mit einer gewissen Wehmut kehrten alle Skifahrer nach einer Woche zurück, in dem Bewusstsein, eine tolle Woche erlebt zu haben. Die Schüler haben gelernt, dass Skifahren eine wunderbare Sportart ist und gewisse Anforderungen an den eigenen Körper, aber auch an die Umwelt stellt. Ihnen wurde bewusst, wie wichtig es ist, respektvoll mit den Ressourcen umzugehen und sich gegenseitig zu helfen und unterstützen. Dies gelang den Schülern/innen vorzüglich, man denke nur an die Hilfestellungen und Aufmunterungen nach Stürzen auf der Piste oder auch die selbstlose Hilfe einiger bei Magenerkrankungen von Mitschülern/innen in der Unterkunft. Selbst anfänglich skeptische Schüler konnten schnell vom Sinn dieser Fahrt überzeugt werden, da die Atmosphäre in beiden Häusern während dieser Woche einzigartig war. In den ersten Schulwochen nach den Faschingsferien konnten wir diesen Geist des Zusammenhalts im Unterricht und in der Schule immer noch spüren und so manch einer äußerte schon den Wunsch, am liebsten direkt wieder zu fahren...

Wir freuen uns riesig auf die Fortsetzung im nächsten Jahr und die Premiere des ersten PWG-Skifilms.

Vielen Dank an alle Schüler und unsere Lehrer-Kollegen für eine unvergessliche Woche im Schulskikurs 2017!

R. Leipziger & D. Schmidt

Zum PWG-Skiteam gehörten 2017:

Dorothee Bauer, Eva Battista, Anna Bresser, Carmen Bücher, Frank Hahn, Kerstin Hesidens, Jana Huber, Rebecca Leipziger, Anne Reidenbach, Dominik Schmidt, Christian Schmitz

Gruppenfoto in atemberaubender Umgebung: Der PWG-Schulskikurs 2017 im Skigebiet Fellhorn-Kanzelwand

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