ALASKA – The Last Frontier

In den Sommerferien 2009 verschlug es uns in den äußersten Nordwesten Kanadas: In Whitehorse/Yukon begannen wir unsere Rundreise, die uns über Dawson City und den Dempster Highway schließlich nach Alaska führte.


Alaska
ist der flächenmäßig größte, der nördlichste und gleichzeitig westlichste Bundesstaat der USA und hat mit 0,22 % der Gesamtbevölkerung der USA die viertniedrigste Bevölkerungszahl. Die Hauptstadt Alaskas ist Juneau, die größte Stadt ist allerdings Anchorage gefolgt von Fairbanks. Es sind weniger die Städte, die uns fasziniert haben, als vielmehr die atemberaubende Landschaft mit ihren 3000 Seen, 100 000 Gletschern und 3000 Flüssen. In Alaska befinden sich allein 8 National Parks, von denen der wohl berühmteste der Denali NP ist, und 16 National Wildlife Refuges, in denen die Park Ranger sehr darauf bedacht sind, die heimischen Tiere und deren natürlichen Lebensraum zu schützen. In den Weiten Alaskas lebt eine Vielzahl beeindruckender Tierarten, u.a. Wölfe, Kojoten, Polarfüchse, Büffel, Otter, Moschusochsen, Biber, Elche, Wildschafe, Widder, Sitka-Wild und Erdhörnchen.

Besonders berühmt jedoch ist Alaska für seine Karibuherden, die Eisbären, Schwarzbären und Braunbären, von denen die größten Exemplare auf den Kodiak Islands vorkommen. Die Gewässer rund um Alaska beherbergen eine unglaublich artenreiche und faszinierende Tierwelt: allein 15 Walarten kann man hier beobachten, unter anderem auch Orcas, aber auch Seelöwen, Walrosse, Seehunde und Seeotter. Unter den über 400 Vogelarten hat uns der Weißkopfadler, das Wappentier der USA, am meisten beeindruckt.

Auf unserer Reise kamen wir nach Seward, einer kleinen Hafenstadt mit ca.3000 Einwohnern, die eingerahmt von den majestätischen Kenai Mountains am oberen Ende der Resurrection Bay am Golf von Alaska liegt.

In Seward planten wir einen dreitägigen Aufenthalt ein, weil wir den Kenai Fjords National Park und den naheglegenen Exit Glacier, einen 6,4 km langen, vom Harding Icefield genährten Gletscher in den Kenai Mountains besuchen wollten. Seward markiert auch den Anfang des historischen Iditarod Trails, einem rund 1600 km langen Wegesystems von Anchorage nach Nome, auf dem seit 1973 die berühmten Iditarod Hundeschlittenrennen stattfinden.

Auch die historische Trasse der Alaska Railroad beginnt in Seward.

Weitere touristische Attraktionen sind das Seward Museum und das Alaska Sea Life Center, in dem man typische Meeresbewohner Alaskas unter und über der Meeresoberfläche beobachten kann. Bei YouTube finden sich zahlreiche Videos zu Seward; ebenso gewinnt man einen guten Eindruck über www.alaskatravel.com/videos/seward-video.html.

In der Tourist Information wurde uns eine Frühstückspension mit dem Namen Bear Ridge Bed and Breakfast empfohlen. Die Besitzer Lori und Dan Krier werben in ihrem Hausprospekt mit den Worten Alaskan Hospitality with Bear Hugs und diese versprochene Gastfreundschaft durften wir dann auch genießen. Am zweiten Abend stellte sich heraus, dass Lori und Dan das B&B nur nebenbei betrieben, hauptamtlich aber als Lehrer an der Seward High School unterrichten; Lori unterrichtet Englisch, Dan ist Sportlehrer.


Lori & Dan Krier


The Krier Family

Spontan wurde die Idee einer Partnerschaft geboren, und das ist ein Glücksfall, denn eine Austauschmaßnahme funktioniert nur, wenn dahinter Menschen stehen, die von der Sache überzeugt sind. Zudem ist es schwer, eine Partnerschule in den USA zu finden. Das Interesse ist auf deutscher Seite in der Regel viel größer als auf der amerikanischen, was daran liegen mag, dass Amerikaner weit weniger reiselustig sind als Deutsche.

Der frühere Schulleiter des PWG, Herr OStD Lafontaine und der Schulleiter der Seward High School, Principal Trevan Walker, haben bereits früh Briefe ausgetauscht und ihr gegenseitiges Interesse an dieser Partnerschaft bekundet. Der offiziellen Partnerschaft steht nichts mehr im Wege.

170 Schüler und Schülerinnen besuchen die 4 Klassenstufen der Seward High School, das sind die freshmen (9. Klasse), sophomores (10 Klasse), juniors (11. Klasse) und seniors (12. Klasse). Das Schuljahr ist in zwei Semester unterteilt, und die Schüler können entsprechend ihrer Neigungen und Interessen ihre Unterrichtsfächer wählen.

Ein Schulalltag an einer amerikanischen High School unterscheidet sich in vielen Punkten von dem unsrigen: nach dem regulären Unterricht essen die meisten Schüler zusammen mittags in der Schulcafeteria, bevor sie am Nachmittag an den zahlreichen Schulaktivitäten teilnehmen. Diese Schulaktivitäten sind mit ein Grund für den amerikanischen school spirit – das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Identifikation mit der eigenen Schule. Wie es an amerikanischen Schulen üblich ist, hat Seward High ihre eigenen Schulfarben, nämlich grün und gold; das Schulmaskotchen ist ein seahawk. Das Ziel der schulischen Erziehung ist in der Seward High Mission klar umrissen: The purpose of Seward High School is to prepare students to meet life's challenges by providing the greatest possible opportunities for personal, academic, and co-curricular excellence in a safe learning environment.

In Arbeitsgruppen wie year book , school newspaper, school government, drama groups  und orchestra kann jeder Schüler neue Fähigkeiten entdecken. Aber auch abends steht die Schule häufig noch offen für Konzerte, Bälle, Partys oder den prom  – dem krönenden Abschluss eines jeden Schuljahres. Einen sehr hohen Stellenwert hat der Sport und so sind auch die Sportstätten der Schulen bestens ausgestattet. Die Seward High Volleyballmannschaft fährt bei Wettkämpfen mit anderen Schulen immer wieder große Erfolge ein und wird enthusiastisch gefeiert. Aber auch andere Sportarten werden angeboten, wie z.B. soccer, wrestling, basketball, baseball, track & field, cross-country skiing, cheerleading.

Es bedarf Geduld, eine Partnerschaft langfristig zu etablieren. Unsere Geduld hat sich gelohnt. Mittlerweile stehen 60 Schülerinnen und Schüler unserer Schule im e-mail Kontakt mit unseren Freunden in Alaska.

Ende Mai 2012 wird eine kleine – aber feine – Delegation unserer Partnerschule Seward High eine ca 3wöchige Europareise antreten. Die 1. Station ist Merzig, wo die Gruppe 5 Tage verweilen wird. Die Austauschlehrerin Lori Krier und ihre 7 Schüler freuen sich schon sehr auf diese einmalige Gelegenheit, den ‚German way of life’ kennen zu lernen. Die Schüler sind bei den Familien ihrer E-mates untergebracht. Ein abwechslungsreiches Programm soll unseren amerikanischen Gästen die Schönheit des Saarlandes und des angrenzenden Rheinland-Pfalz zeigen. Danach besuchen die Alaskaner u.a. Berlin und Prag.

Der Gegenbesuch in Alaska ist in trockenen Tüchern. Am 26. Juni 2012 fliegt eine Gruppe PWGler mit ihren Begleitlehrern von Frankfurt nach Anchorage. Von dort aus geht es mit dem Bus über den landschaftlich reizvollen Seward Highway nach Seward, wo wir von den Gastfamilien begrüßt werden. Ein 10tägiger Aufenthalt in den Gastfamilien mit Ausflügen und Besichtigungen stehen auf dem Programm. Einer der Höhepunkte dieser Reise werden die Feierlichkeiten am 4. Juli – dem Nationalfeiertag der USA – sein. Am Ende der Reise werden wir noch eine Nacht in Anchorage bleiben. Am 08. Juli 2012 werden wir in Frankfurt landen und viele neue Eindrücke mitbringen.

Sollten weitere Schüler und Schülerinnen ab Klasse 8 Interesse an einem Austauschpartner haben, so bitte ich darum, mir einen aussagekräftigen Steckbrief (mit Bild) abzugeben. Ich werde mich bemühen, gemeinsam mit Lori Krier geeignete e-mates zu finden.

 

Marion Licht

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