Im Diskurs mit Flüchtlingen

Am Mittwoch, den 07.10.15 besuchten die  Schülerinnen und Schüler der Klasse 10cn des Peter-Wust-Gymnasiums Merzig die Ausstellungen „Mein Weg – Jugendliche Flüchtlinge beschreiben ihre Flucht nach Deutschland“ und „Asyl ist Menschenrecht“ im Merziger Rathaus.

Momentan ist das Thema „Fliehen“ und „Flüchtlinge“ aktueller denn je. Um sich mit dem Thema näher auseinanderzusetzen, veranstaltete die Klasse 10cn des Peter-Wust-Gymnasiums Merzig gemeinsam mit ihrem Sozialkundelehrer Herr Webel eine Exkursion zum Merziger Rathaus. Die Veranstaltung wurde von dem Diakonischen Werk an der Saar gemeinsam mit der Menschenrechtsorganisation PRO ASYL organisiert.

Die Ausstellung informiert  über die Themen „Warum Menschen fliehen“, „Meine Flucht aus der eigenen Heimat“, „Mein neues Zuhause“, die aktuelle Situation in Afghanistan, „Europas Abschottung“, die Anzahl der Flüchtlinge und deren Verteilung.
Die Ausstellung beschreibt die Gründe der Flucht, wie die Menschen fliehen mussten und welchen Weg sie dabei nahmen, sowie die Ankunft in Deutschland, ihre Verteilung auf die Bundesländer und ihr Leben in Deutschland, bzw. im Saarland. Außerdem konnten selbstgestaltete Plakate der Flüchtlinge besichtigt werden, die komplett in deutscher Sprache gestaltet wurden. In den Plakaten stellten die zum Großteil aus Afghanistan und Eritrea stammenden Flüchtlinge sich, ihre Heimat, ihren Wohnort und ihre Hobbies vor. Die  zwischen 12- und 17-jährigen Jugendliche leben zwischenzeitlich im Clearinghaus Besseringen und lernen bereits die deutsche Sprache.
Zusätzlich hatten die Schüler die Gelegenheit mit zwei Jugendlichen des Clearinghauses Besseringen zu sprechen. Der 15-jährige Naim und der 17-jährige Sadad hatten sich bereit erklärt, mit den Schülern über ihre Erfahrungen zu sprechen. Das Gespräch wurde in englischer Sprache geführt über zuvor von den Schülerinnen und Schülern formulierte Fragen. Betreut wurden die afghanischen Flüchtlinge von Herrn Raimund Harges von der Aufnahmestation des Clearinghauses Besseringen. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich mit den Jugendlichen über die Heimat der Flüchtlinge, ihre Familie, den Krieg in ihrem Land, ihre Reise nach Deutschland, ihre Hobbies und ihr Leben in Deutschland unterhalten.
Die Schülerinnen und Schüler konnten erfahren, wie die Reise von Afghanistan bis nach Deutschland vonstatten ging, dass sie allein, ohne ihre Familie, hier sind. Außerdem gefalle ihnen Deutschland und seine Kultur sehr gut und sie seien freundlich aufgenommen worden. In ihrer Freizeit treiben sie Sport, spielen Karten und lernen Deutsch. Im Anschluss an die Veranstaltung konnten die Schülerinnen und Schüler mit Frau Wagner, der Integrationsbeauftragten der Kreisstadt Merzig Unklarheiten und allgemeine Gerüchte, bezüglich des Themas Flüchtlinge beseitigen. Während des Gespräches hatten die Schülerinnen und Schüler Zeit,  Informationen über die Unterbringung, die psychologische Betreuung und die Versorgung der Flüchtlinge der Kreisstadt  Merzig in Erfahrung zu bringen.  Bei der Versorgung der jungen Flüchtlinge bekommt die Stadt Merzig mittlerweile  Unterstützung von der Caritas, vom Bistum Trier, von der CEB und von weiteren sozialen Trägern.
Am Ende der Veranstaltung konnten viele Unklarheiten und Fragen der Schülerinnen und Schüler beseitigt und beantwortet werden, zudem wurden Kontakte zu den gleichaltrigen jugendlichen Flüchtlingen geknüpft.  

Für das Peter-Wust-Gymnasium:
Dirk und Georg Kerber

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