Jean-Marie Alexander erfolgreicher zweiter Sieger des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ auf Bundesebene

Im Sendesaal des Rundfunks Berlin Brandenburg fand am 27. Juni 2015 vor rund 800 Zuschauern die Finaldebatte des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ statt, aus der Jean-Marie Alexander (Kursstufe 11) als zweiter Sieger hervorging.
In der Altersstufe II (Jahrgangsstufen 10-12/13) befasste sich Jean-Marie mit der Fragestellung „Sollen religiöse Bilderverbote von den Medien beachtet werden?“ , wobei er auf der anspruchsvollen Pro 1-Position überzeugend für eine solche Selbstbeschränkung eintrat.
Als Preis für seinen Erfolg wird Jean-Marie in das Alumni-Programm von „Jugend debattiert“ aufgenommen. Außerdem darf er an einer siebentägigen Akademiewoche mit rhetorischer Fortbildung teilnehmen, dem sogenannten Siegerseminar.
Über 200 000 Schülerinnen und Schüler an mehr als 1100 Schulen nahmen im laufenden Schuljahr am Wettbewerb „Jugend debattiert“ deutschlandweit teil.

Pro Altersstufe wurden die beiden besten Debattantinnen und Debattanten jedes Bundeslandes zum großen Finale nach Berlin eingeladen. Hier ermittelten sie in zwei Qualifikationsdebatten die vier besten ihrer Altersgruppe, welche dann in der abschließenden Finaldebatte gegeneinander antraten.
Bereits in den Qualifikationsdebatten konnte Jean-Marie die Juroren in allen vier Bewertungskategorien – Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Überzeugungskraft und Gesprächsführung – von seinem Können überzeugen.
Die Schulgemeinschaft des PWG gratuliert Jean-Marie ganz herzlich für seine herausragende und besondere Leistung und wünscht ihm auf seinem weiteren schulischen und beruflichen Werdegang alles Gute.

Jean-Marie war so nett, uns einige Fragen zu beantworten.

  1. Jean-Marie, die Kulisse im Sendesaal in Berlin mutet beeindruckend an. Wie hast du selbst die Finaldebatte vor 800 Zuschauern und mit Live-Aufzeichnung erlebt?

    Jean-Marie: Das war schon sehr beeindruckend vor so vielen Leuten zu sprechen. Gerade bei den ersten Sätzen war ich ziemlich aufgeregt, allerdings habe ich das dann größtenteils ausgeblendet und mich auf die Debatte konzentriert. Erst am Ende merkt man dann wieder wie viele Menschen man vor sich hat.

  2. In der Finaldebatte musstest du Stellung zur Streitfrage „Sollen religiöse Bilderverbote von den Medien beachtet werden?“ beziehen. Welche Position hättest du dir selbst ausgesucht und warum?

    Jean-Marie: Ich fand meine Position für die Debatte nicht einfach, aber gut, da ich der Debatte als Pro 1-Redner eine Richtung geben konnte. Meine persönliche Position wäre aber contra. Für die Debatte selbst spielt das aber keine Rolle. Mir ging es insbesondere um die Meinungsfreiheit.

  3. Wie geht es jetzt für dich weiter – Stichwort „Alumni-Programm“?

    Jean-Marie:Ich bin jetzt in des Alumni-Programm aufgenommen worden, das heißt, ich werde den Wettbewerb in den nächsten Jahren als Juror oder Zeitnehmer begleiten und vielleicht auch einmal an einem Tag die Referenten der Rhetorikseminare unterstützen. Außerdem treffe ich mich einmal im Jahr mit den anderen Teilnehmern des Alumni-Programms. Hinzu kommt, dass ich noch an einem einwöchigen Siegerseminar teilnehmen und den Wettbewerb international unterstützen werde. „Jugend debattiert international“ findet vom 19.-24. Oktober 2015 in Riga (Lettland) statt.

  4. Mit welchen Argumenten würdest du argumentieren, um Schüler vom Wettbewerb „Jugend debattiert“ und der Teilnahme am Wettbewerb zu überzeugen? Wie würdest du sie ermutigen?

    Jean-Marie: Ich habe sehr viel Positives mitgenommen. Es ist einfach eine angenehme Abwechslung zum Schulalltag. Die Seminare sind außerdem eine unglaublich gute Chance, Dinge zu lernen, die in der Schule nicht gemacht werden können. Allgemein lernt man sehr viel beim Wettbewerb. Ganz abgesehen vom guten Essen während der Siegerseminare ist „Jugend debattiert“ eine tolle Erfahrung.

  5. Welchen persönlichen Gewinn hast du durch den Wettbewerb erfahren?

    Jean-Marie: Ich habe gelernt Diskussionen und Gespräche allgemein anders zu führen und zu verfolgen. Dabei geht es nicht nur darum wie ich auftrete, sondern auch wie ich zuhöre. Ich kann nun viel sachlicher über Positionen nachdenken und Argumentationen prüfen. Das geht gerade in politischen Debatten meiner Meinung nach leider oft verloren.

  6. Welchen Einfluss könnte der Wettbewerb auf deinen beruflichen Werdegang nehmen?

    Jean-Marie: Man lernt durch das Alumni-Programm viele Leute kennen und kann sich viel über den Werdegang ehemaliger Teilnehmer informieren. Außerdem findet während des Siegerseminars eine Berufsberatung statt.

Das Interview führte Esther Schmitt

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