Wettbewerb „Jugend debattiert“ erstmals am Peter-Wust-Gymnasium veranstaltet

Zum 11. Mal suchte die Gemeinnützige Hertie-Stiftung mit ihrem Wettbewerb „Jugend debattiert“ in diesem Jahr den besten Debattenredner Deutschlands. Aus den Klassensiegern der 8er und 9er Klassen am Peter-Wust-Gymnasium ging Jean-Marie Alexander als Schulsieger hervor. Er vertritt das Gymnasium bei der nächsten Runde des Wettbewerbs auf Regionalebene.

Ziel des Wettbewerbs ist es, qualifiziertes Mitreden und Mitgestalten in der Demokratie zu fördern. Dazu wird jährlich allen Schulen Deutschlands die Möglichkeit geboten, nach Altersgruppen geordnet, am Debattier-Wettbewerb teilzunehmen. Im Februar 2012 fand er erstmals auch am Merziger Peter-Wust-Gymnasium statt. Vorausgegangen war eine intensive Schulung der beteiligten Lehrkräfte durch Debattier-Trainer. Diese vermittelten nicht nur Tricks für erfolgreiches Reden, sondern vor allem die Kriterien für die Bewertung von Redebeiträgen.
Auf Klassenebene wurden die Ergebnisse des Trainings mit den Schülerinnen und Schülern im Deutschunterricht erprobt und systematisch vertieft. Koordiniert wurde der Wettbewerb am PWG von den Deutsch-Lehrerinnen Esther Schmitt und Sandra Kreutzer-Jacob. Beide zeigten sich beeindruckt davon, mit welcher Leidenschaft die Schülerinnen und Schüler die Herausforderung angenommen haben. „Fair debattieren will gelernt sein“, dies vermittelte Frau Schmitt allen Beteiligten, denn es gehe bei diesem Wettbewerb vorrangig darum, „die sprachlichen Kompetenzen zu schulen, den anderen Rednern zuzuhören, die eigene Meinung zu vertreten und den Respekt vor dem Gegenüber zu lernen.“ Ferner bringe die ganze Sache allen Beteiligten viel Spaß, wie Frau Kreutzer-Jacob berichtete. Dies sei vor allem auf den streng geregelten Ablauf des Wettbewerbs zurückzuführen: Eine Debatte dauert 24 Minuten, wobei jeder Teilnehmer zwei Minuten Zeit hat, seine Sicht der Dinge darzulegen. Dann wird in Pro- und Contra-Form eine zwölfminütige freie Phase genutzt, die Argumente aufeinander loszulassen, abgerundet durch ein jeweils einminütiges Schlusswort aller Debattanten. Eigens bestellte „Zeitwächter“ achten auf die genaue Einhaltung der Vorgaben.
Die Jury aus den Schülern Emanuel Rheinert, Jonas Emmerich und den Lehrkräften Andrea Eildermann, Heike Wiesen, Hannelore Schreiner, Daniel Holz, Ralph Heck und Torsten Mergen hatte die schwierige Aufgabe, die Sachkenntnis, das Ausdrucksvermögen, die Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft der Schülerinnen und Schüler zu beurteilen. Meike Hagel, Johanna Henkel, Matthias Wolsfeld und Jean-Marie Alexander aus den Klassenstufen 8 und 9 überzeugten die Juroren besonders. In der entscheidenden Schlussrunde konnte Jean-Marie Alexander mit der Kraft seiner Argumente zum strittig debattierten Rahmenthema „Sollen Jungen und Mädchen in bestimmten Fächern getrennt voneinander unterrichtet werden?“ mit knappem Vorsprung den Schulsieg erringen und die Fahrkarte für den Verbundsentscheid lösen.
Im Rahmen der Schulentwicklung des Peter-Wust-Gymnasiums stellt der Wettbewerb eine wichtige Bereicherung dar, da er die Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler zur Selbstreflexion positiv verstärkt. Bundesweit nehmen an „Jugend debattiert“ dieses Jahr mehr als 135.000 Schülerinnen und Schüler von rund  800 Schulen teil. Im Saarland ist dieser Wettbewerb längst an vielen Schulen als willkommene Abwechslung zum alltäglichen Deutschunterricht fest etabliert, 26 weiterführende Schulen nehmen 2012 an der 11. Runde teil.

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