Vor dem Klicken sein Gehirn einschalten

Profi-Hacker referierte vor mehr als 900 PWG-Schülern in der Merziger Stadthalle

„Fun & Risk im Netz“ war die Veranstaltung überschrieben, die in der vergangenen Woche viele Schülerinnen und Schüler des Merziger Peter-Wust-Gymnasiums beschäftigte. Denn viele Jugendliche und Erwachsene nutzen das Internet in all seiner Vielfalt weitgehend sorglos als Informations- und Unterhaltungsmedium. Jedoch sind damit Gefahren und Risiken verbunden, die viele in unserer medialen Welt bewusst oder unbewusst außer Acht lassen.
Im Rahmen des neuen Medienkonzeptes am Peter-Wust-Gymnasium war es der Schule ein Anliegen, mit Unterstützung der Sparkasse Merzig-Wadern allen Schülerinnen und Schülern, deren Eltern sowie den Lehrkräften Faktenwissen in informativer und anschaulicher Form zur Verfügung zu stellen. Mitte November ging es deshalb in die Merziger Stadthalle, in der Referent Erwin Markowsky von „8com“, einer Internet-Sicherheitsfirma, anschaulich wichtige Themen rund um Internet, Smartphone und soziale Netzwerke darstellte.

Markowsky erläuterte anhand eigener Erfahrungen und Erlebnisse aus dem Alltag die Risiken eines unvorsichtigen Medienkonsums. Er wies auf vielfältige „Hintertürchen“ hin, durch die Hacker persönliche Daten abgreifen und sogar das eigene Handy oder den eigenen PC manipulieren. Um einen möglichst großen Schutz vor Handy-Knackern zu haben, so Markowsky, sollte man regelmäßig Updates installieren, die Bluetooth-Funktion deaktivieren und keinesfalls unbekannte Links oder Dateien öffnen. Gleiches gelte natürlich auch für den eigenen PC. Zum Schutz der Privatsphäre sollte man zusätzlich möglichst schwierige Passwörter nutzen, seine Webcam am besten abkleben und seinen Virenschutz stets aktualisieren.

Bei Schülern und Jugendlichen groß im Rennen sind soziale Netzwerke, allen voran Facebook. Aus diesem Grund machte Markowsky deutlich, wie wichtig anonyme Nicknames und der sensible Umgang mit persönlichen Daten und Bildern sind. Vorsicht sei im Netz außerdem beim Downloaden von Songs und Videos geboten. Häufig werde dabei das Urheberrecht verletzt, was hohe Abmahn- und Anwaltskosten nach sich ziehen kann.
Mit großem Interesse folgten die Schülerinnen und Schüler den Ausführungen des Internet-Profis. „Oberstes Gebot und bester Schutz ist es, sein Gehirn einzuschalten“, mit diesen Worten brachte Markowsky seine Botschaft auf den Punkt. Denn die Personalchefs von heute schauen bei ihren Bewerbern ganz genau hin und wollen im Internet keine zweideutigen Fotos oder Foreneinträge vorfinden.
Schulleiterin Gabriele Hewer möchte am Merziger PWG den Aspekt der Mediennutzungskompetenz weiter stärken. Dieser Vortrag ist für sie nur ein Baustein unter vielen: „Nicht verbieten, sondern Einsichten in Gefahren und Risiken schaffen“, lautet die Devise. „Schutz entsteht durch Aufklärung und Sensibilisierung.“ Deshalb bietet man am PWG außerdem regelmäßig die Arbeitsgemeinschaft „Medienscouts“ an, um Schüler zu fachkundigen Experten im Umgang mit Neuen Medien auszubilden.

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