PWG sensibilisiert für einen angemessenen Umgang mit sozialen Medien

Soziale Medien erlangen für viele Kinder und Jugendliche eine immer größere Bedeutung.
Die Schülerinnen und Schüler zu einem kritischen und reflektierten Umgang mit den neuen Kommunikationsformen anzuleiten war das Ziel einer Veranstaltungsreihe des Peter-Wust-Gymnasiums. Für die Jahrgangsstufe 7 wurde ein Workshop „Soziale Netzwerke“ und für die Klassenstufe 6 ein Workshop zu den Themen Datenschutz und Medienkompetenz angeboten.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 78 Prozent der 12- bis 19-jährigen nutzen laut der JIM-Studie (Studie „Jugend, Information und (Multi-) Media“ des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest) aus dem Jahr 2012 soziale Netzwerke mindestens mehrmals in der Woche. Im Schnitt melden sie sich im Alter von 12,7 Jahren das erste Mal in einer Netz-Community an. „Der starke Einfluss der sozialen Medien auf den Alltag unserer Schülerinnen und Schüler ist eine Realität, der sich das Peter-Wust-Gymnasium stellen möchte“, erläutert Andreas Brust, stellvertretender Schulleiter am PWG. Da man neben den Chancen auch die Gefahren der neuen Kommunikationsformen wahrnehme, sei es ein Ziel des PWG, den Schülerinnen und Schülern zu helfen, kritisch und reflektiert mit den Angeboten der neuen Kommunikationsformen umzugehen. Schülerinnen und Schüler, die die sozialen Medien nutzen, sollen über eine angemessene Nutzung wirklich Bescheid wissen, um folgenreiche Fehler zu vermeiden, so die Zielsetzung. Letztlich wolle man aber auch vermitteln, dass eine bewusste Entscheidung gegen eine intensive Nutzung sozialer Medien ebenfalls eine Möglichkeit und eine respektable Entscheidung sei.
Für den zweistündigen Workshop „Soziale Netzwerke“ der 7. Klassen konnte das PWG erneut David Zimmer gewinnen, der als Vater, Unternehmer und Nutzer bestens mit der Thematik vertraut ist. Zimmer, Gesellschafter eines großen saarländischen Unternehmens für Informationstechnologie, knüpfte an die Erfahrungen der Siebtklässler an und sprach mit ihnen zunächst über ihre eigenen Erfahrungen mit den sozialen Medien. Die Befragung der Teilnehmer ergab, dass ein beachtlicher Teil der Zwölf- bzw. Dreizehnjährigen bereits in sozialen Netzwerken aktiv ist. In der Diskussion mit den Schülern kristallisierte sich aber auch heraus, dass einige kostenfreie Nachrichtendienste (z.B. Skype, What's App) benutzen und diese mit den sozialen Medien im engeren Sinne verwechseln. In seinem informativen Vortrag machte der Referent die Unterschiede zwischen den klassischen Medien als „eine Art Einbahnstraße mit sehr begrenzten Rückmeldemöglichkeiten“ und den sozialen Netzwerken mit globaler Reichweite deutlich. Gleichzeitig räumte er auch mit bekannten Legenden und Halbwahrheiten auf, z.B. mit der Vorstellung von der kostenfreien Benutzung von Facebook. „Es ist zwar richtig, dass ihr keinen Geldbetrag für die Nutzung von Facebook zahlen müsst, aber ihr bezahlt Facebook mit euren Daten!“, führte der Referent David Zimmer den sehr interessierten Schülerinnen und Schüler vor Augen. Zimmer erklärte anschließend das Geschäftsmodell der Betreiber und veranschaulichte an Beispielen, wie dies für den Nutzer erkennbar wird. Als Nutzer erhalte man zum Beispiel Online-Werbung, die ganz genau und individuell auf den jeweiligen Nutzer ausgerichtet sei und beim Öffnen von Internetseiten eingeblendet werde. Der Referent vermittelte seinen jungen Zuhörern, warum die Nutzer mit der Preisgabe persönlicher Daten im Internet sehr vorsichtig sein sollten.
Hierauf wurden auch die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 6, die klassenweise den Workshop „Datenschutz in Schulen - Mit Datenschützern lernen“ besuchten, aufmerksam gemacht. Referent dieser vom PWG in Zusammenarbeit mit dem Unabhängigen Datenschutzzentrum Saarland durchgeführten vierstündigen Veranstaltung war Sebastian Engmann. Engmann konfrontierte die Sechstklässler mit Fragen wie „Welche Spuren hinterlasse ich im Netz?“ und „Was weiß Google über mich?“. Die Beantwortung dieser Fragen durch eine Internet-Recherche an konkreten Beispielen sorgte für großes Erstaunen unter den Teilnehmern des Workshops. Kaum einer hatte sich zuvor vorstellen können, welches Wissen über einzelne Personen hier angehäuft wird. Daher stießen auch die Ausführungen zum „Selbstdatenschutz“ auf lebhaftes Interesse.

Auch aufgrund der sehr positiven Erfahrungen mit der zurückliegenden Vortragsreihe wird das Peter-Wust-Gymnasium Workshops zum Thema als festen Bestandteil des pädagogischen Medienkonzeptes der Schule etablieren.

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