Als Weihnachten (fast) ausfiel

(von Matteo Vitellaro)

Es war einmal vor gar nicht so langer Zeit am Nordpol.

“Es wird sehr bald wieder Weihnachten sein“ sagte eines Tages ein Kobold zum Weihnachtsmann.“Ja, ich weiß, und wir müssen uns mit den verflixten Geschenken beeilen. Haben meine Sekretäre alle Briefe gelesen?“ „Ja, Herr Weihnachtsmann…“ „Ok. Ich hasse Weihnachten, diese Kinder tun den ganzen Tag Blödsinn und kriegen dafür Geschenke. Am Liebsten würde ich Weihnachten ausfallen lassen, das wäre den Kindern eine Lehre. Moment, ich bin der Weihnachtsmann, ich lasse Weihnachten ausfallen!!“.

„Was?!“ rief der Kobold erschrocken „das können Sie nicht machen, denn…“ „Kein denn, ich bin der Weihnachtsmann und lasse Weihnachten ausfallen!“ sagte der Weihnachtsmann und verließ den Raum. Der Kobold war so traurig und dachte die ganze Zeit: „In allen Jahren, seit es Weihnachten gibt, fiel es nie aus!“ Man erkannte ihn so auch in der Menge, weil alle anderen Kobolde fröhlich auf Weihnachten hin arbeiteten.

Eines Tages fragte ein anderer Kobold den traurigen Kobold: „Warum bist du denn so traurig, bald ist es Weihnachten, da darf man nicht traurig sein!“ „Es wird keinen Weihnachten geben, der Weihnachtsmann hat keine Lust drauf.“ „Was?!“ schrie der Kobold und alle anderen blickten zu ihm hinüber „kein Weihnachten?!“ Kaum hatte er es gesagt, fingen alle Kobolde an miteinander zu sprechen und planten, dieses Jahr Weihnachten ohne den Weihnachtsmann zu schaffen und die Geschenke alleine auszuliefern.

Am Weihnachtsabend, als die Kobolde schon die Hälfte der Geschenke ausgeliefert hatten, bemerkte der Weihnachtsmann, dass er der einzige am Nordpol war. Er zählte eins und eins zusammen und wusste, was die Kobolde machten.

Er holte seinen Ersatz-Schlitten und verfolgte sie. Zum Glück hatte er in allen Rentieren des Schlittens  einen GPS eingebaut (falls eines verloren gehen sollte). Als nur noch ein Geschenk für ein Mädchen fehlte und die Kobolde sich schon freuten, dass es doch noch Weihnachten gegeben hatte, trafen sie den streng blickenden Weihnachtsmann, der so wütend war, dass er auf sie losging.

In den frühen Morgenstunden, als das Mädchen ohne Geschenk aufwachte, war es so enttäuscht, dass es anfing zu weinen. Man hörte es bis zum Ort, wo sich die Weihnachtsleute stritten. Sie hörten damit auf und gingen auf das Haus des Mädchens zu. Sie sahen das weinende Kind und das traf den Weihnachtsmann ins Herz. Er nahm das Geschenk und übergab es dem Mädchen höchstpersönlich. Sie war so überglücklich, dass die hoch lief, um es ihren Eltern zu sagen.

In diesem Moment ging der Weihnachtsmann wieder. Die Kobolde sahen ihm erstaunt zu, er sagte aber nur „Nächstes Jahr wird das beste Weihnachten von allen“, worauf sich die Kobolde natürlich freuten.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann besuchen sie uns noch am 24. Dezember.

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