Impressionen des Bigband-Workshops in Saarburg 2003

Wie schon in den vorigen Jahren fand auch 2003 wieder ein "Bigband-Workshop" statt, diesmal am Wochenende vom 20.-22.06. in der Jugendherberge Saarburg. Dieser Workshop ist ein Ausflug, auf dem zwar vor allem für das laufende Programm der Band geprobt wird, aber auch die Ferienstimmung nicht zu kurz kommt. Wie abgemacht trafen sich die Bandmitglieder sowie die Lehrer Peter Hahn, Christoph Josten und Thomas Berger und einige "alte Hasen", die den Schulstress hinter sich gelassen und sich stattdessen einem entspannenden Studium zugewandt haben, am Freitagnachmittag am PWG, um erst einmal Ausrüstung und Menschen auf die vorhandenen Fahrzeuge zu verteilen. Sodann bewegte sich unsere Karawane auf Saarburg zu.

Nachdem alle das Ziel gefunden und abgeladen hatten, wurde unter Herrn Hahns strenger Leitung bis 21 Uhr geprobt. Anschließend war ein Ausflug in Saarburgs idyllische Innenstadt (mit Wasserfall) vorgesehen, wo wir uns noch ein Eis gönnten.
In die Jugendherberge zurückgekehrt, verlief der Rest des Abends unter Brettspielen (Hahn & friends) und weniger intellektuellen Tätigkeiten in unseren Zimmern still, bis Herr Hahn gegen vier Uhr morgens laut rufend im Flur herumlief, wozu er eigentlich keinen Grund hatte (wahrscheinlich hat ihn nur aufgeregt, dass er dauernd beim Gemüsespiel verloren hatte).
Den nächsten Morgen begannen wir (mit Ausnahme derjenigen, die ihre Übelkeit vom vorigen Abend noch nicht überwunden hatten) mit einem reichhaltigen Frühstück aus der vorzüglichen JH-Küche, die für jeden etwas zu bieten hatte (sogar Wurstersatzpaste für Vegetarier). Anschließend fanden bis zum Mittagessen die Satzproben der Rhythmus-, Holz- und Blechbläsergruppen statt.
Am Nachmittag wurde wieder tutti geprobt, bis Herr Hahn aus unerfindlichen Gründen keine Lust mehr hatte und seinen Taktstock in die Ecke feuerte.
Der Rest des Tages wurde mit Englischvokabellernen, auf der Saarburger Einkaufsmeile oder - ganz traditionell - im Freibad verbracht. Ebendort machte Herr Josten gegen 16 Uhr Ortszeit eine schreckliche Entdeckung: Herr Hahn war von einer gemeinen ixodes (zu deutsch: Zecke) befallen worden und musste unverzüglich ins Kreiskrankenhaus Saarburg eingeliefert werden, um Schlimmeres zu verhüten. So konnte er glücklich sein, dass von dem Kuchen, den der Rest der Truppe während seiner komplizierten Therapie verspeiste, bei seiner Heimkehr noch etwas übrig war.
Währenddessen befand sich unser jüngster Mitfahrer in schierer Verzweiflung: der kleine Michael konnte seinen Zimmerschlüssel nicht mehr finden. Da jeder Zimmerschlüssel zugleich auch die Haustür schloss, wäre eine komplett neue Schließanlage für Tausende von Mark, pardon, Euro natürlich, fällig gewesen. Also wurden alle Anstrengungen unternommen, das Schließgerät wieder zu finden, inklusive Rückkehr ins Schwimmbad. Vergeblich. Als bereits alle Hoffnung erloschen war, gelang es Christianes weiblichem Instinkt am anderen Morgen, den Schlüssel an einem Platz aufzustöbern, an dem niemand ihn vermutet hätte: in Michaels Rucksack. Doch hier greife ich vor.
Denn selbstverständlich schmiss Herr Hahn abends nach dem Fußmarsch auf die mittelalterliche Saarburg daselbst noch eine Runde.
Hier bekamen wir auch zu spüren, dass die Schule einen überall hin verfolgt: Herr und Frau Engel machten ebenfalls in Kultur. Auf dem Nachhauseweg sahen wie sie dann auf der Terrasse der teuersten Pizzeria der Stadt beim Candle-light-dinner sitzen. Auch wir nahmen uns noch anständige Nahrung mit: Eis, Reis, Pizza. Zur Verdauung wurde dann auf dem Sandplatz neben der Jugendherberge noch bis zum Einbruch der Dunkelheit Basketball gespielt.
Die Abschlussprobe am Sonntagmorgen verlief so gut, dass wir uns kaum vor den Lobeshymnen unseres Dirigenten retten konnten.
Nach dem Mittagessen (Vorspeise: bunte Suppe aus den Resten der Vorwoche mit Wasser; Hauptgang: Bockwurst mit Pfanni-Kartoffelpüree; Dessert: Dr. Oetker-Vanillepudding, wahlweise mit Sahnehäubchen aus der Sprühdose) packten wir zusammen und erwarteten unseren Heimbringdienst. Einige, die sich besonders einschleimen wollten, halfen am PWG noch beim Abladen.

Man sieht: es lohnt sich durchaus, Mitglied der PWG-Bigband zu sein!

Text: Philipp Ludwig
Bilder: Claudia Bastian, Christina Jacobs, Susanne Kewenig, Peter Hahn.

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