Battle of the Schoolbands 2008

Es ist Samstag, 22. November 2008, morgens halb elf. Seit einer Stunde schneit es bereits und alles ist unter einer dicken weißen Schicht Schnee verborgen. Im Radio wird von Straßensperrungen und Rutschgefahr geredet. „Mann, ich hab doch später noch was vor". An diesem Samstag findet zum ersten Mal im Saarland der „Battle of the Schoolbands" statt, ein Wettbewerb, bei dem Schulbands aus dem Saarland die Möglichkeit haben, ihr Können unter Beweis zu stellen. Seit Wochen übt die Bigband des PWG an Titeln, die sie der Jury und den Fans darbieten kann. Doch noch steht in den Sternen, ob der Battle tatsächlich stattfindet. Am frühen Nachmittag hört es auf zu schneien und die PWG Bigband macht sich auf den Weg nach Göttelborn, wo bald ihr Soundcheck beginnt.

Das ist alles spannend, neu und aufregend. Als wir die Halle betreten, knallt uns schon der Sound einer großen Beschallungsanlage entgegen und auf der Bühne strahlen Spots in allen Farben - wie auf einem richtigen Konzert der Rockstars. Bald sind auch wir an der Reihe und beziehen Posten auf der Bühne. Mikrofone werden ausgerichtet, unsere Position markiert, die Instrumente gestimmt; es spielen einzelne, dann gruppenweise und zuletzt die ganze Band. Der Klang ist perfekt im Saal und es macht richtig Spaß. Wir können es kaum erwarten, bis es losgeht.

Pünktlich um 17.00 Uhr steht die erste Band auf der Bühne. Außer uns ist keine andere Bigband vertreten, nur Rockbands mit Gesang. Als Zweites sind wir dann an der Reihe. Das Publikum jubelt, Strahler blitzen, Nervenkitzel. Unser „Rock Opening" begeistert die Fans, die Trompeten schmettern und Schlagzeug, Bass und Keyboard treiben den Groove voran. Unser zweites Stück ist ein Titel aus dem aktuellen Musical-Projekt „HONK". Die Sängerinnen und Sänger singen mehrstimmig die Funk-Version vom „hässlichen Entlein".

Mit unserem dritten Stück entführen wir die Zuhörer mit der Latin-Nummer „Oye como va" von Santana an die Strände Lateinamerikas, wo heiße Rhythmen und lockeres Hüftkreisen das Leben der Menschen bestimmen. Bei diesem Titel können auch die Solisten ihr Können unter Beweis stellen. Als Abschlusstitel erklingt unsere inoffizielle Hymne des PWG, „Cleveland Rocks", bei dem wir am Schluss zeigen, dass auch eine Bigband mit Doublebass-Donnern durchaus mit den Rockbands konkurrieren kann.

Der Auftritt hat mächtig Spaß gemacht und gespannt warten wir bis am Ende der Veranstaltung das Urteil verkündet wird. Die Jury vergibt einen dritten Platz für „die Bigband unter den Rockbands, die mit hervorragenden Solisten, mehrstimmigem Gesang und einem weit gefächerten Repertoire unter den anderen Bands hervorsticht". Mit einem lachenden Auge empfangen wir dann unsere Urkunde und einen großzügigen Preis und mit dem anderen Auge schauen wir auf den nächsten Bandbattle, bei dem wir bestimmt wieder dabei sein werden und dann oben aufs Treppchen wollen. Eines steht jedoch fest: Der Auftritt war ein echtes Erlebnis, hat viel Freude bereitet und wir sind und bleiben „die weltbeste Schülerband des Saarlandes".

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